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Verlängert! Sonderausstellung "Trossingen im Sturm"

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Noticia
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Ausstellung
Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Sonderausstellung „Trossingen im Sturm“ auf so großes Interesse stößt – und nun sogar verlängert wird.

Mein herzlicher Dank gilt allen Besucherinnen und Besuchern, die kommen, schauen, lesen, fragen, erzählen und ihre eigenen Erinnerungen mitbringen. Ebenso danke ich dem Schwarzwälder Boten und Ingrid Kohler für den schönen Beitrag.

Vielleicht zeigt sich gerade hier, was Kuratieren für mich im besten Sinne bedeutet.

Es ist mehr als das Auswählen von Bildern, Dokumenten und Objekten. Es bedeutet, Quellen wieder miteinander ins Gespräch zu bringen. Ein vergilbter Brief, eine Fotografie, ein Zeitungsbericht, eine Akte im Archiv – für sich allein sind sie Spuren. Erst wenn wir sie zueinander in Beziehung setzen, entsteht ein Raum, in dem Geschichte wieder sprechen kann.
Und dieser Raum wird erst durch die Besucherinnen und Besucher wirklich lebendig.

Denn plötzlich erzählt jemand: Meine Großeltern haben davon gesprochen. Ein anderer erkennt einen Namen, ein Haus, eine Straße. Junge Menschen entdecken Geschichte über Bilder und Animationen. Andere bleiben vor einem handgeschriebenen Dokument stehen.

So entstehen Verbindungen:
zwischen Quelle und Geschichte,
zwischen Archiv und Museum,
zwischen damals und heute,
zwischen Erinnerung und Erkenntnis –
und vor allem zwischen Menschen.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe des Kuratierens: nicht fertige Antworten zu geben, sondern Begegnungen zu ermöglichen. Dinge so nebeneinanderzustellen, dass dazwischen etwas Neues entstehen kann.
Geschichte liegt nicht einfach im Archiv.

Sie beginnt wieder zu leben, wenn jemand kommt, hinsieht – und eine Verbindung entdeckt.

Danke an alle, die genau das gerade tun.


Salvatore Martinelli, Museumsdirektor